Archiv für Fast Food

Sich richtig ernähren

Von dem, was die Deutschen täglich auf ihre Teller bringen, ist bestimmt die Hälfte ungesund und nicht mehr als „Lebensmittel“ zu bezeichen. Ich muss sagen, dass das leider auch auf die Krankenhauskost zutrifft, die bei uns zubereitet wird. Es ist natürlich ein Problem, für 600 Menschen mit unterschiedlichen Diäten gesund zu kochen, aber es würde gehen, wenn man es denn wollen würde auf das Essverhalten besser aufzupassen.

Erstes Problem ist, dass zu vielen Nahrungsmitteln die Feuchtigkeit entzogen wurde, was ungesund ist. Man kann Backpflaumen zwar schön als Abführmittel verwenden, aber nicht als tägliches Nahrungsmittel. Dann sind viele Nahrungsmittel zu lange gekocht und enthalten damit kaum noch Vitamine. Weiterhin essen wir zu fett und zu salzig.

Beim Einkaufen kann man schon viel bewirken, um etwas gesünder zu essen. Erstmal vergesst ganz schnell alle Lightprodukte, denn die enthalten zwar weniger Fett, sind aber genauso kalorienhaltig wie die normalen Produkte. Dann kauft nichts, was stundenlang erwärmt wurde. Hierzu gehört vorallem Dosennahrung. Wenn ihr Fleisch kauft, dann weißes, fettarmes Fleisch und nicht die roten wie Rind oder Lamm. Bei Olivenöl entscheidet ihr euch für die kaltgepressten Sorten. Süßigkeiten lasst ihr natürlich links liegen, weil ihr wisst, dass sie voller Zucker sind. Cola wird selbstverständlich gegen eine natürliche Apfelsaftschorle ausgetauscht. Beim schlendern durch den Supermarkt bleibt ihr im Obst- und Gemüsebereich stehen und kauft euch eine Auswahl an frischen Produkten. Es kann auch tiefgefrorener Spinat sein, denn der ist besser als sein Ruf.

Bisher noch weitgehend unbekannt sind Goji Beeren. Diese Beeren Art ist ausgesprochen vitaminhaltig und werden vorallem von dem Volk der Hunzas konsumiert, die für ihre lange Lebenserwartung bekannt sind.

Ein besonderer Tip sind natürlich auch Chinesische Rezepte, aus denen sich fast immer eine gesunde und nahrhafte Speise zubereiten läßt.

Advertisements

Wie korrekt war „Super Size Me“ ?

Ich habe mir nun doch mal diesen Film angesehen: „Super Size Me“.

Kurz zusammengefasst geht es um folgendes:

Im Selbstversuch entschließt sich ein junger Mann, sportlich undvegan, einen Monat nur noch bei Mac.D zu essen und sich auch nur noch so viel zu bewegen, wie der Durchschnittsamerikaner das tut. Immer wenn er bei Mac.D. gefragt wird, ob der sein Menü „Super Size“ will, also riesen groß, dann muss er es annehmen.

Der Typ macht das also, und läßt sich den Monat lang vom Kamerateam begleiten.

Am zweiten Tag übergibt er sich vor laufender Kamera und danach wird dokumentiert, wie er körperlich immer weiter verfällt. Schließlich berichtet seine veganische Freundin, dass er mittlerweile impotent geworden ist, und bei der ärtzlichen Untersuchung wird ihm dringend geraten, das Experiemnt abzubrechen, weil sich seine Blutwerte lebensgefährlich verschlechtert hätten.

Zu diesem Film möchte ich folgendes sagen: Weithin ist wohl bekannt, dass Fast Food nicht gesund ist, und man sich auf keinen Fall regelmäßig davon ernähren sollte. Allerdings glaube ich aber nicht, dass wenn wir alle gezwungen wären uns einen Monat von Mac.D. zu ernähren, das große Massensterben ausbrechen würde.

Der Proband hat eine ganz radikale Umstellung gemacht: Von einer gesunden Ernährungs- und Lebensweise zu einer sehr ungesunden. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass wenn man das Umkehrexperiment durchführt, also ein sehr ungesund Lebender plötzlich sehr gesund und sprortlich leben muss, dann würden seine Werte im ersten Monat wohl auch nicht die besten sein.

„Super Size Me“ beweisst viel eher, dass eine plötzliche und radikale Umstellung seiner Ernährungsgewohnheiten gefährlich ist, und diese vorsichtig und behutsam vorzunehmen ist. Darum sollen Diäten ja auch immer behutsam durchgeführt werden!

Außerdem hätte sich der Protagonist mal damit auseinandersetzten sollen, wie viel gesunder es ist, vegan zu leben. Da steht Mac D. Vieleicht gar nicht mehr so schlecht dar im Vergleich.

Ergebnis des Films soll übrigens gewesen sein, dass Mac. D seine „Super Size“ Angebote aus dem Programm genommen hat. Und nun muss der amerikanische Fettklops wieder 2 meals auf einmal bestellen, anstatt ein großes „Super Size“. 😉

Schwarzenegger verbietet gesundheitsgefährdende Fette in Kalifornien

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Während hier Wissenschaftler und Politiker sich ein jahrzentelanges Tauziehen liefern, da die Wirtschaft als Steuerzahler undArbeitgeber großen Einfluss hat, wird in Amerika einfach kurzer Prozess gemacht.

Kalifornien hat die in vielen Lebensmitteln verwendeten billigen und gesundheitschädlichen Transfette verboten. Brotaufstriche, Margarine, Gebäck, Chips, Fast-Food-Essen – überall muss die Industrie sich auf die neuen Gesetze einstellen. Sie stehen im Verdacht, zu höheren Cholesterinwerten und Herzproblemen zu führen – jetzt hat erstmals ein US-Bundesstaat die sogenannten Transfette verboten. In Kalifornien dürfen Restaurants von 2010 an nicht mehr mit ihnen kochen. Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat ein Gesetz unterzeichnet, dem zufolge Gaststätten bis 2010 alle Gerichte mit diesen Stoffen von ihren Speisekarten streichen müssen. Von 2011 an ist auch das Frittieren von Backwaren mit solchen Fetten verboten.

„Herzkrankheiten sind die häufigste Todesursache in Kalifornien“, sagte Schwarzenegger. Das Verbot sei „ein großer Schritt in Richtung einer gesünderen Zukunft für Kalifornien“. Bei Verstößen drohen Bußgelder von 25 bis 1000 Dollar. Auch die Städte New York, Philadelphia und Seattle haben Verordnungen zum Verbot von Transfettsäuren erlassen.

Fasten für die Umwelt

Laut einer Mitteilung von Forschern um David Pimentel von der Cornell-Universität in Ithaca (US-Staat New York) verzehren US-Bürger täglich die fast unglaubliche Menge von 3747 Kilokalorien. Das sind je nach Körpergröße und Gewicht 1200 bis 1500 Kilokalorien zuviel. Schaut man sich an, wieviel ein Mensch tatsächlich zum überleben benötigt, so könnten die Amerikaner, ohne einen zusätzlichen Penny auszugeben, ganz bequem weitere 300.000 Millionen Menschen ernähren.

Und sie könnten auch die Umweltbelastung reduzieren. Die bei den Amerikanern so beliebten Fast Food und Convenience-Produkte sind in der Herstellung große Energiefresser. Zudem werden Nahrungsmittel dem Bericht zufolge vor dem Verzehr im Durchschnitt 2400 Kilometer transportiert. Weniger Fast Food, gesündere Nahrungsmittel und umweltfreundlichere Produktionsmethoden könnten «den fossilen Energieverbrauch der Nahrungsmittelkette um bis zu 50 Prozent senken», schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt «Human Ecology» des Heidelberger Springer-Verlags. Diese Einsparung entspräche knapp 10 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der USA.

Natürlich darf man nicht jeder Statistik blind glauben schenken, denn man kann nicht die Energiebilanz eines Burgers mit dem Energiebedarf der Kartoffelproduktion vergleichen. Während der Burger ein Fertiggericht ist, dass nur noch gegessen werden muss, ist die Kartoffel ein Roherzeugnis, das in den Haushalten unter weiterem Energieverbrauch zubereitet werden muss. Auch das Aufwärmen eines Fertiggerichtes in der Mikrowelle verbraucht natürlich weniger Energie, als wenn die Mahlzeit aus den einzelnen Zutaten erst selber zubereitet werden muss. Es verbleiben jedoch die Argumente des Transportes, der Verpackung und der zuviel aufgenommenen Kalorien.

Im Ergebnis kann man sagen, dass vermutlich die Zahlen der Studie etwas dramatisierend und übertrieben sind, inhaltlich jedoch zu Recht gefolgert wird, dass die Lebensmittelproduktion, beeinflusst durch die Essgewohnheiten, mehr Energie verbraucht, als sinnvoll und notwendig ist. Gesunde Ernährung ist also nicht nur für einen selber förderlich, sondern auch für die Umwelt. Als Verbraucher haben wir den entscheidenden Einfluss, was wir kaufen und was nicht. Werden keine Convenience- Produkte gekauft, so wird sie die Industrie auch nicht produzieren.

Slow Food

Unter diesem Namen haben sich weltweit Firmen und Privatpersonen zusammengeschlossen, die sich für eine gesunde Ernährung einsetzen. Der Name zeigt schon, dass man sich als Gegengewicht zum Fast Food versteht. Es geht hier nicht um langsames Essen, auch wenn das natürlich wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung ist, sondern um den bewussten Umgang mit der Ernährung, angefangen bei der Nahrungsmittelproduktion, über die Auswahl der Speisen bis zu deren Zubereitung.

„Mit der Thematik der Langsamkeit, der ruhigeren Rhythmen, der Nahrungsvielfalt und der Beziehung zum Herkunftsort entwickelte Slow Food ganz langsam eine eigene Theorie, eine eigene Philosophie.“
(Carlo Petrini, Gründer und Präsident von Slow Food)