Archiv für Neuartige Lebensmittel

Genmanipulierte Leinsamen in Brötchen und Müsli entdeckt

Greenpeace hat in einem seiner Speziallabors nicht zugelassene Gen-Leinsaat in Stichproben aus dem Hamburger Einzelhandel von Mittwoch entdeckt. Der nachgewiesene Gen-Leinsamen ist in der Europäischen Union weder zum Anbau noch als Lebensmittel zugelassen.

Greenpeace hat darauf hin die Hersteller und Supermärkte über die Verunreinigungen informiert und forderte, die betroffenen Produkte aus den Regalen zu nehmen. Zudem müssen Kontrollen sicherstellen, dass Verbraucher künftig vor dem verbotenen Leinsamen geschützt sind.

Greenpeace zufolge enthält die entdeckte Gen-Leinsaat ein Resistenz-Gen gegen das Antibiotikum Kanamycin. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Resistenz auch auf Bakterien übertragen wird, was die Wirksamkeit der Medikamente auch beim Menschen gefährden würde. Einmal in die Natur freigesetzt, verbreiteten sich Gen-Pflanzen unkontrolliert.

Nach bisherigen Erkenntnissen bestehe keine Gesundheitsgefahr für Verbraucher.

Mit Sauerstoff angereicherte Getränke sind Werbelüge

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat die angeblich leistungssteigernde Wirkung von Getränken mit Sauerstoffzusatz unter die Lupe genommen und als Werbelüge kritisiert. Mit ihrer Hilfe könnten wir  unerwünschten Magenbeschwerden aus dem Weg gehen.

Als Beispiel nannte Foodwatch das als „Powerstoff mit Sauerstoff“ angepriesene Erfrischungsgetränk Active O2 des Herstellers Adelholzener Alpenquellen. Die zuästzliche Zufuhr von Sauerstoff hat bei gesunden Menschen so gut wie keinen Effekt, erklärte Foodwatch. Dafür sei Active 02 drei bis viermal so teuer wie normales Mineralwasser. Weiterer Nachteil: als aromatisiertes Erfrischungsgetränk enthalte das Getränk zudem etwa vier Prozent Zucker.

Der im Wasser gelöste Sauerstoff soll laut Werbung und Werbebanner auf der Homepage des Herstellers durch die Magenwand in die Blutgefäße des Bauchraums und somit in das venöse Blut gelangen, welches insbesondere die Leber durchströme. Der Leber kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu, denn sie spielt eine Schlüsselrolle bei allen Stoffwechselvorgängen im Körper. Dies sei nach Angaben des Herstellers in einer wissenschaftlichen Studie bewiesen worden. Diese Studie wurde aber an Kaninchen durchgeführt, und ein Nutzen für die Tiere konnte nicht nachgewiesen werden.

Active O2 sei eine „Abzocke“ des Verbrauchers, sagte Anne Markwardt, Leiterin der Foodwatch-Kampagne abgespeist.de, der Nachrichtenagentur AFP. Das Getränk sei ein „besonders dreistes Beispiel für den Versuch, dem Verbraucher mit einem angeblich gesundheitlichen Zusatznutzen das Geld aus der Tasche zu ziehen“.

Mit der Kampagne abgespeist.de wendet sich Foodwatch gegen irreführende Werbepraktiken von Lebensmittelherstellern. Dazu stellt die Organisation auf ihrer Internetseite regelmäßig Produkte vor, die nach ihren Angaben nicht halten, was sie versprechen.

Seriösen Homoepathiebedarf finden Sie, wenn Sie dem Link folgen.

Lebensmittel ohne Gentechnik finden

Greenpeace listet erstmals in einem Einkaufsratgeber Produkte mit der freiwilligen Kennzeichnung: „ohne Gentechnik“ auf. Damit können Verbraucher künftig schneller gentechnikfreie Lebensmittel.

Die Broschüre solle Verbraucher informieren, welche Unternehmen bei der Herstellung tierischer Lebensmittel ohne Gentechnik auskommen und welche nicht auf Tierfutter mit Gen-Pflanzen verzichten, erläutert die Umweltorganisation in Hamburg.

Bis dato besteht keine Kennzeichnungspflicht für Produkte wie Eier, Fleisch und Milch von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden.

Gesundes Essen ist übrigens außer natürlich Essen auch ein Weg um schnell abnehmen zu können.

Die Broschüre „Essen ohne Gentechnik“ kann kostenlos unter Tel. 040/30 61 81 20 bestellt oder unter http://www.greenpeace.de heruntergeladen werden.

Haartransplantation

Verbrauchertäuschung mit Käseersatzstoffen

In der Lebensmittelindustrie wird bei der Herstellung von Lebensmitteln immer mehr sogenannten “Analog”-Käse eingesetzt. Aber auch Pizzabäcker, Bäckereien und Gastwirte sollen dies tun. Im Klartext bedeutet das: zum Überbacken einer Pizza wird anstatt echtem Käse ein Gemisch aus Eiweißpulver, Wasser und Pflanzenöl verwendet, dass auch noch mit Geschmacksverstärken versehen wird.
Grund hierfür ist mal wieder die Kostenschraube. Der Einsatz dieses Käseersatzstoffs ist rund 40% günstiger als mit echtem Käse.

Verbraucher erfahren aber häufig gar nicht, dass Käseersatzstoffe verwendet werden, denn es wird schlicht und ergreifend verschwiegen. Welcher Hersteller würde schon freiwillig auf die Verpackung schreiben, dass das Produkt lediglich mit „Kunstkäse“ gemacht wurde?
Eine entsprechende Kennzeichnung ist aber laut dem dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Bleser, Pflicht und verstößt gegen die geltende Gesetzeslage und ist eine dreiste Kundentäuschung. Wenn “Käse” als Zutat auf der Verpackung angegeben wird, so muss dieser auch aus 100 Prozent Milch hergestellt worden sein.

Nicht nur die Verbraucher, sondern auch unsere Milchbauern sind die Leidtragenden dieser dreisten Täuschung. Denn dadurch, dass immer mehr Kunstkäse eingesetzt wird, schrumpft der Bedarf an Kuhmilch für die Käseherstellung, weil die Nachfrage dafür zurückgeht. Vor diesem Hintergrund hat die Lebensmittelindustrie und auch die Gastronomie die moralische Verpflichtung, durch den Einsatz von echtem Käse einen Beitrag zur Stabilisierung der Nachfrage nach Milchprodukten zu leisten. Tipps zum Abnehmen kann man übrigens hier finden.

Stevia ist stark im Kommen

stevia_rebaudiana_powder_ex1Eine kleine Pflanze aus Paraguay könnte bald Diabetikern und übergewichtigen Menschen neuen Lebensmut geben. Die Rede ist von Stevia. Sie senkt nachweislich den Blutzuckerspiegel, hat keine Kalorien, verhindert die Entstehung von Karies und ist dazu noch 300 mal süßer als Zucker. Außerdem senkt es den Blutdruck. Den Geschmack beschreiben viele ähnlich dem synthetischem Süßstoff mit einem lackritartigem Nachgeschmack.

Klingt eigentlich schon zu schön, um wahr zu sein. Allerdings ist sie nichts neues. Stevia ist schon seit Jahrhunderten bekannt und wird seit vielen Jahrzehnten in Amerika, Japan, Malaysia, Korea, China oder Thailand und vielen anderen Teilen der Welt als natürliches Süßungsmittel verwendet.  Doch Stevia ist in Deutschland (noch) nicht als Lebensmittelzusatz zugelassen – ein Umstand den wir der Zuckerindustrie zu verdanken haben, schließlich geht es hier auch um sehr viel Geld und nicht nur um die Gesundheit der Bürger.

Offiziell wurde Stevia in der EU noch nicht zugelassen, weil Versuche an Ratten gezeigt haben, dass Stevia die Fruchtbarkeit der männlichen Ratten beeinträchtigte. Allerdings wird in dem Zussamnahng gerne vergessen, dass es sich dabei um wahnsinnig hohe Dosen gehandelt hat. Um solch eine hohe Dosis bei einem Menschen zu erhalten, müsste derjenige sein halbes Körpergewicht als Steviazucker zu sich nehmen. Dass dies nicht möglich ist, dürfte jedem wohl klar sein. Trotz allem hat die Zuckerindustrie und auch die Industrie für syntethischen Zucker es bisher erfolgreich geschafft die Zulassung von Stevia als Nahrungsmittel zu verhindern bzw. den Zulassungsprozess zu verzögern unter auch das Thema des Privatkredit in Betracht ziehen, da viele ein Finanzierungsproblem haben.

Allerdings ist bereits eine positive Entwicklung zu verspühren. Wenn alle neuen Zulassungsmaßnahmen erfolgreich sind, und darauf deutet im Moment alles hin, so wird Stevia im Frühjahr 2010 wohl als Lebensmittel zugelassen werden und ab 2011 in den Regalen der Supermärkte auch bei uns zu haben sein.

Wer allerdings nicht solange warten will, der bekommt Stevia auch in Reformhäusern oder auch im Internet. Dort wird es aber als Kosmetika oder Badezusatz verkauft, „dass gut schmeckt“, da ein Verkauf als Lebensmittel offiziell noch nicht legal ist bei uns.

Mehr Infos und Diskussionen dazu gibt es hier