Stevia

Die Stevia aus der Familie der Korbblütler wird auch Süß- oder Honigkraut genannt und stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika.
Die Indios in Brasilien und Paraguay nutzen Stevia seit Jahrhunderten als natürliches Süßmittel für den Mate-Tee und als Heilpflanze. Brasilianische Indios nutzen Stevia traditionell als Verhütungsmittel für Männer. Ob diese Emfpängnisverhütung tatsächlich funktioniert, ist bis heute allerdings nicht bewiesen. Fest steht, dass die Extrakte der Stevia blutdrucksenkend und herzstärkend wirken. Ebenso wirkt das Honigkraut bei Sodbrennen und hilft bei der Gewichtsreduzierung.
Ihren Weg nach Europa fand die Stevia durch die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert, aber erst 250 Jahre später wurde die Stevia zum ersten Mal wissenschaftlich erforscht. Der italienische Botaniker Moisés Santiago Bertoni verfasste erste wissenschaftlich fundamentierte Artikel und Abhandlungen über das Süß- und Heilkraut.
Aber erst im frühen 20. Jahrhundert wurde die Stevia gründlich erforscht und untersucht. Dabei kam heraus, das die Pflanze über 100 verschiedene Wirkstoffe besitzt. Unter anderem auch Flavonoide und Terpene, die Stoffe die für die Süßkraft der Stevia verantwortlich sind.
Da der Süßstoff aus Stevia den Blutzuckerspiegel senkt, ist er als Alternative zum herkömmlichen Zucker, besonders für Diabetiker geeignet. Außerdem greift der Süßstoff den Zahnschmelz nicht an und beugt so Karies vor.

Der Süßstoff der aus den Blättern der Stevia Pflanze gewonnnen wird, hat die 300-fache Süßkraft von normalen Rohrzucker. In Asien wo die Pflanze heute hauptsächlich kultiviert wird, ist der Süßstoff weit verbreitet und sehr beliebt.
China und Thailand waren die ersten Länder in denen Süßstoff aus Stevia offiziell zugelassen wurde. Australien und Neuseeland folgten.
In den USA wurde der Süßstoff 1995 bedingt zugelassen und die europäische Union tut sich nach wie vor schwer, Stevia als Lebensmittel zuzulassen. Noch wird der Süßstoff als Nahrungsergänzungsmittel geführt, da angeblich die Gefahren und Risiken noch nicht genau erforscht sind. Das kann natürlich auch mit der Zuckerindustrie zusammen hängen haben, die verständlicherweise keine Nebenbuhler gebrauchen kann.
Die Schweiz ist da schon einen Schritt weiter. Da die Schweiz kein Mitgliedsland der EU ist, hat sie eigene Forschungen und Gutachten in Auftrag gegeben und dort ist Süßstoff aus Steviablättern in Softdrinks und Energieriegel erlaubt.

In Deutschland kann man Süßstoff aus Stevia in vielen Naturkostgeschäften und Bioläden kaufen.

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4 Kommentare»

  Marvin wrote @

Ist Stevia denn bezahlbar?

  Dr. Maldoff wrote @

Wenn man bedenkt, dass Stevia 300 mal süsser ist als Zucker, als nur geringe Mengen vom Pulver benötigt, ist es bezahlbar. 500 g kosten bei uns im Bioladen 36 €. So kann man das eigentl. nicht rechnen. Wenn man die Behandlung für kaputte Zähne evtl. sogar Zahnersatz berechnet oder sonstige Medikamente z.B. bei Zuckerkrankheit ist Stevia nicht teurer wie Zucker.

  Stevia – ein umstrittenes Zuckeraustauschmittel wrote @

[…] Stevia kann als Süßungsmittel bei Zucker- und Sorbitunverträglichkeit verwendet werden, und es ist auch für Diabetiker und Menschen mit Neurodermitis zum Verzehr geeignet. Dank der großen Süßkraft von Stevia braucht man nur geringe Mengen zum Süßen von Speisen. Auch für die Zähne ist Stevia, im Gegensatz zu Haushaltszucker, nicht gefährlich. Die Pflanze wird im Herkunftsland sogar gegen Karies eingesetzt und verhindert die Bildung von Zahnbelag und eventuellen Einsatz von Zahnersatz. Stevia hat aber noch andere Vorteile: So konnte in einer Studie nachgewiesen werden, dass ein Extrakt aus Stevia-Blättern bei nicht zuckerkranken Personen zu einer leichten Senkung des Blutzuckerspiegels führte. Auch eine leichte Blutdrucksenkung wurde beobachtet sowie eine Verbesserung der Glukosetoleranz. Ein besonderer Vorteil von Stevia ist es auch, dass diese Süße nicht abhängig macht und auch nicht den Heißhunger auf immer mehr Süßes fördert. […]

  Siorac wrote @

@Marvin Wenn Dir die Pulver und Tabs zu teuer sind, kannst Du ja auch die Pfanze auf die Fensterbank stellen und die Blätter nutzen. Das wird bestimmt günstiger sein.


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