Schokolade hilft bei schlechter Laune

In der dunklen Jahreszeit wird die Schokolade für viele zum Stimmungsaufheller. Über 60 Tafeln isst jeder Bundesbürger jährlich. Die Sortenvielfalt bedient fast jeden Geschmack. Doch es gibt große Unterschiede in der Qualität und der Wirkung, so die Lebensmittel-Experten von TÜV SÜD.

Weit über 800 Inhaltsstoffe hat die Schokolade. Für die Funktion als Seelentröster ist aber im Wesentlichen die Eiweißsubstanz Tryptophan verantwortlich. In Verbindung mit Fett, Eiweiß und anderen Nährstoffen bewirkt sie, dass Botenstoffe produziert werden, die Körper und Seele entspannen. Je mehr Tryptophan im Gehirn zur Verfügung steht, umso größer der positive Effekt auf die Stimmung, erläutern die Experten von Vitacert, dem Lebensmittel-TÜV von TÜV SÜD. Bitterschokolade hat einen geringfügig höheren Gehalt an Tryptophan als Milchschokolade, aber auch Fett, Kohlenhydrate und Bitterstoffe wirken auf die Psyche.
EU-Richtlinie für Schokolade

Wann ein Produkt Schokolade genannt werden darf und was „echte“ Schokolade enthalten muss, wird in der Europäischen Gemeinschaft extra in einer eigenen Richtlinie geregelt. Danach besteht Schokolade aus 35 Prozent Gesamtkakaotrockenmasse, mindestens 18 Prozent Kakaobutter und 14 Prozent entölter Kakaotrockenmasse. Bitterschokolade muss zu 60 Prozent aus Kakaotrockenmasse bestehen. Tierische Fette (außer Milchfett), Mehl, Stärke haben nichts in der Schokolade zu suchen.

Im Rahmen der Harmonisierung des EU-Binnenmarktes darf Schokolade EU-weit neben Kakaobutter auch andere tropische Fette wie zum Beispiel Palmöl enthalten. Dies hat nicht nur Einfluss auf den Preis sonder auch auf Geschmack und Aussehen der Schokolade. Das so genannte Reinheitsgebot für Schokolade, das bis zum Entscheid des europäischen Gerichtshofes 2003 unter anderem auch in Deutschland galt, wurde damit gekippt. Die Kakaobutteraustauschfette dürfen bis zu fünf Prozent des Endgewichts der Schokolade ausmachen, gleichzeitig darf aber der Gehalt an feiner Kakaobutter nicht weniger als 18 Prozent ausmachen. Der Trost für alle Freunde echter Schokolade: Die Fremdfette müssen auf der Verpackung aufgelistet und durch den Hinweis „enthält neben Kakaobutter auch andere pflanzliche Fette“ leicht erkennbar sein. Außerdem: Viele auf Qualität bedachte Hersteller verzichten auch weiterhin auf Fremdfette.

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