Rindertopf Budapest

Wer im Ungarn-Urlaub mal die klassischen Touristengebiete verlässt und sich ländlichere Gebiete begibt, der wird feststellen, dass die Einflüsse aus der K&K-Zeit noch heute zu spüren sind. Die Einheimischen kochen viel öfter eine typisch österreichisch-süddeutsche Küche, mit all den Rezepten die wir von dort kennen, als dass sie einen feurigen Balkantopf auf den Herd stellen. Eines dieser Rezepte ist der Budapester Rindertopf, der mit seiner gebundenen Sauce und seiner milden Würze so überhaupt nicht dem Klischee der scharfen und feurigen Paprika-Küche der Magyaren entspricht.

Wir brauchen für dieses Rezept 500g Rindergulasch, 750g Kartoffeln, 1 Gemüsezwiebel, 1 Liter Rinderbrühe, 250ml Schmand und ein paar Gewürze. Das Rindfleisch braten wir kurz in Margarine an, allerdings nicht zu scharf, denn es soll ruhig ein wenig Flüssigkeit abgeben. Dann geben wir die gehackte Zwiebel hinzu bis sie glasig sind und gießen dann mit der Rinderbrühe auf. Vor dem Aufgießen sollte man noch mit etwas Salz und weißem Pfeffer würzen. Nun muss das Fleisch etwa 1 ½ Stunden leicht köcheln, von Zeit zu Zeit wird etwas Brühe nachgegossen. Am Ende der Kochzeit geben wir die geschälten Kartoffeln in Hälften hinzu und lassen alles noch 30 Minuten weiter garen. Sind die Kartoffeln gar, nehmen wir etwa 6 halbe Kartoffeln heraus und stampfen sie zu einem Brei, der als Bindung wieder hinzugeben wird. Ist die Sauce für ihren Geschmack noch nicht dick genug, kann man auch mit etwas Mehl nachdicken. Vor dem Servieren schmecken wir den Topf mit Salz, Pfeffer, Paprika und Schmand ab.

Auch wenn die Kochzeit mit 2 Stunden recht lang ist, hält sich der Aufwand für dieses Gericht in Grenzen, so dass es sich wunderbar als Alltagsgericht eignet.

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1 Kommentar»

  Wilhelm wrote @

Dem Verfasser sei ein längerer Urlaub in diesem gelobten Land und dabei der Besuch der einen oder anderen Csárda anzuraten!
Die Budapester Küche zu verallgemeinern führt doch zu etlichen Trugschlüssen.


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