Braune Grundsoße

Es gibt kaum jemanden mehr, der sich noch die Mühe macht eine wirklich leckere Soße selber zu kochen. Was in Großmutters Zeiten eine Selbstverständlichkeit war, ist heute in Vergessenheit geraten, dabei ist es so einfach und viel schmackhafter, als die Tütensoßen. Die Rezepte der braunen Grundsoßen ähneln sich vom Prinzip her alle, der eine nimmt lieber Kalbsknochen, der andere Rinderknochen und wer es deftig mag, der greift zu Wildknochen. Da die Zubereitungszeit von ca. 2 Stunden etwas länger ist, sollte man gleich eine größere Menge kochen und den Rest dann im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren. Welche Speisen man dann anschließend mit der Soße verfeinert, das sit natürlich jedem selber überlassen, doch für meinen Geschmack eignen sich am besten Braten- oder Gulaschgerichte.

Man muss etwa 2 Kilogramm Knochen sehr scharf anbraten, am besten mit Bratfett, denn das verträgt die Hitze am besten. Sind die Knochen schön braun, fast schwarz angebraten, dann gibt man etwa 300 Gramm Mohrrüben in Scheiben dazu und lässt diese auch dunkel braun braten. Jetzt kommen ebenfalls etwa 300g grob gewürfelte Zwiebeln hinzu, die man solange brät, bis sie gut Farbe bekommen haben. Nun werden zwei kleine Dosen Tomatenmark sowie etwa 100g Mehl untergerührt. An dieser Stelle muss man aufpassen, dass die Masse nicht zu sehr anbäckt und sie schnell mit einer Tasse Balsamico-Essig oder einem trockenen Rotwein ablöschen. Es muss nichts Edles sein, denn durch die lange Kochzeit verliert sich der Geschmack. Der Boden des Topfes muss nun freigeschabt werden, damit beim anschließenden Kochen nichts anbrennt. Ist das geschehen, füllt man mit einer kräftigen Brühe auf und lässt das Ganze unter gelegentlichen Rühren etwa zwei Stunden kochen. Am Ende wird die Soße durch ein feines Sieb gegossen und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Wer noch nicht genug hat, kann den Geschmack der Soße noch intensivieren, in dem er den ganzen Vorgang noch einmal von vorne beginnt, dann aber zum Auffüllen statt der Brühe die braune Soße vom ersten Durchgang benutzt. Da man beim zweiten Durchgang nur noch etwa 20 Minuten Kochzeit benötigt, kann man zum Ablöschen auch einen edlen Madeira nehmen, dessen Geschmack dann erhalten bleibt.

Advertisements

6 Kommentare»

  Tatyanna wrote @

Ich muss zugeben dass ich jetzt ziemlichen Hunger habe, nach deinem Artikel:) Ich bin einer der Fälle die noch die Sauce selber vorbereitet,denn man kann den Geschmack nicht vergleichen ,Tütensauce und einen Selbstgemachte sind zwei ganz verschiedene Sachen. Grusse

  Patricki wrote @

Ich kann die Tuetensaucen nicht austehen, die haben so einen chemischen Geschmack. Lieber bereite ich sie mir selber zu. Gruess euch

  PetraHenning wrote @

Ich frage mich wer die Tuetensaucen ausstehen kann? Die schmecken gar nicht nach einer Sauce, die selbstgemachten liebe ich und koche sie sehr gerne, denn fuer eine Sauce vorzubereiten braucht man nicht sehr viel Zeit. 😉 Gruss

  Jmu wrote @

Ich liebe alles was mit einer Sauce zu tun hat, aber natuerlich die selbstgemachten, weil die aus der Tuete keinen Geschmack haben. Gruessis

  Astridy wrote @

Hier hast du mich nicht so betroffen, den die Saucen sind nicht so mein Ding. 🙂

  Biank wrote @

Ich muss zugeben, dass ich manchmal auch zu den Tuetensaucen greife, wenn ich nicht genug Zeit habe eine Sauce selber vorzubereiten, aber die schmecken nicht halb so gut wie die selbst gemachten. Gruess


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: