Interview mit Frau Sabine Segerer vom naked food Blog

Woran denken Sie bitte, wenn ich Sie mit dem Ausdruck „naked food“ konfrontiere.

Besser behalten Sie die Antwort für sich, wenn sich in Ihrem Kopf erotische Assoziationen einstellen, denn die Betonung liegt weiterfolgend auf food und das naked bezieht sich genau darauf.

Nacktes Essen, nackte Tatsachen, und endlich mal ein Blog, der kein Blatt vor den Mund nimmt.

Die Bloggerin Sabine Segerer hat mit ihrem Blog ein freches und innovatives Kunstwerk geschaffen, in dem ihr Blog einen zeitgemäßen Approach zum Thema Essen und Ernährung schafft.

Ich möchte daher anhand eines Interviews, das sie uns gewährt hat, ihren vorzüglichen Blog vorstellen!

Danke Frau Segerer

Stellen Sie bitte Ihren Blog kurz vor!

Mein Blog behandelt Themen rund ums Kochen, Genießen und die Gesundheit des Menschen. Auf einen erhobenen Zeigefinger möchte ich aber verzichten – jeder soll selbst entscheiden wie und was er isst. Ich möchte lediglich Anregungen für den Alltag geben. Gesundheit und Kochen passt ja für viele immer noch nicht zusammen, da wird man schnell als „Moralapostel“ oder „Körnerfresser“ abgestempelt – wobei sich in letzter Zeit viel getan hat, wenn man mal den Bio-Boom betrachtet. Für mich hat die Art zu Essen unmittelbar mit Körper und Seele des Menschen zu tun, frei nach dem Motto: Du bist, was du isst. Ich stelle auf „Naked Food“ (http://naked-food.over-blog.com)vor allem Rezepte vor, die einfach nachzukochen sind und in denen gesunde Zutaten verwendet werden. Kochen soll Spaß machen und nicht kompliziert sein. Dem Vorurteil „gesund und frisch kochen ist teuer und zeitaufwendig“ möchte ich dabei etwas entgegen wirken. Ich habe allerdings schon oft bemerkt, dass bei vielen Nahrungsmitteln immer noch Aufklärungsarbeit nötig ist, so á la: ja, das sind Linsen, aber was mache ich damit und wie bereite ich sie zu? Deshalb die Spaltung: Leckere Rezepte einerseits und die „nackten“ Lebensmittel andererseits.

Wie haben Sie mit Ihrem Blog angefangen?

Ich hatte die Idee, nicht einfach „nur“ ein Kochblog zu eröffnen, sondern wollte auch etwas tiefer in die Materie Lebensmittel und Gesundheitswert gehen. Deshalb der Name: „Naked Food“. Er soll bedeuten, natürliche Nahrungsmittel in ihrem gesundheitlichen Grundwert zu betrachten: was steckt in einer Avocado und was „richtet“ sie in meinem Körper an? Das sind für mich die interessanten Fakten neben den Themen Kochen und Genuss.

Was war der größte Erfolg Ihren Blog?

Ein großer Erfolg ist zuerst einmal die Ausrichtung Trennkost. Diese Ernährungsweise ist populärer, als man denkt. Fast jeder kennt es oder hat es schon einmal gemacht. Ich stelle auf „Naked Food“ immer wieder Trennkostgerichte vor, da auch hier Bedarf an „Input“ herrscht. Versteifen möchte ich mich aber darauf nicht. Jeder soll seine Art der Ernährung finden, die ihm gut tut. Generell merke ich an den Kommentaren und der Häufigkeit der Clicks, dass neben dem Thema Trennkost auch die Buchrezensionen recht gut ankommen. Neulich habe ich das „Anti-Krebs-Buch“ vorgestellt, in dem es sehr ausführlich über präventive Ernährung und unsere (chemische) Umwelt geht. Aber auch Gemüse und Obst saisonal passend vorzustellen, also z.B. Spargel in der Spargelzeit, ist natürlich relativ erfolgreich.

Welche Themen interessieren Ihre Benutzer am meisten?

Eine große Resonanz bekomme ich tatsächlich zu meinen Rezepten, die von mir alle selbst gekocht und fotografiert werden (…und gegessen ;-). Hier bekomme ich oft nettes Feedback, über das ich mich immer besonders freue. Essen ist einfach etwas Emotionales – das ist ja gerade das Schöne an der Sache.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt und sind diese erreicht worden?

Ziele habe ich mir keine gesetzt, außer vielleicht Menschen wieder mehr zum Selbst- und Gesund-Kochen zu animieren und sie mehr darauf achten zu lassen, was sie essen. Ansonsten freue ich mich immer über regen Austausch, Anregungen aber auch Kritik.

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6 Kommentare»

  équilibriste wrote @

Bine hat bei der Ernährung ihren Weg gefunden, und den stellt sie auf ansprechende Weise in ihren Blog vor – als Anregung, nicht als das einzig Wahre. Klasse!

lg, nicole

  Werner S. wrote @

Als über 60-Jähriger gehöre ich einer Generation an, die es meist nicht gelernt hat, selbst zu kochen. Das überlassen wir meist unseren Ehefrauen. Aber selbst das ist ja heute nicht immer einfach. Wenn ich mich selbst versorgen musste, was immer wieder vorkam, so war – auch aus Zeitgründen und weil ich einen größeren Aufwand für Essen nie für nötig hielt – Einfachessen angesagt, z.B. Lauchsuppe, in die gekochte Nudeln oder Reis gegeben wurde, dazu z.B ein oder zwei Eier, in paar Scheiben einer Dauerhartwurst und Standardgewürze.

Wenn ich nun sehe, wie die Blogbetreiberin, Frau Segerer, sich mit Liebe und Hingabe dem Essen widmet, so finde ich das durchaus großartig, vor allem im Hinblck darauf, dass immer mehr Leute sich der Fastfood-Welle anschließen bzw. es ihnen gar nichts ausmacht, chemische, behandelte und denaturierte Lebensmittel zu komsumieren, wie es unsere Supermarkt- und Discounter-Welt so mit sich bringt. Die Quittung dafür wird uns wohl irgendwann präsentiert, meistens in Form von Krankheiten, mit denen wir nicht gerechnet hätten. Da also – auf die Dauer – ungesundes Essen krank machen kann, ist alles zu begrüßen, was der Bevölkerung etwas die Augen öffnen könnte.

Dazu gehört auch der Hinweis auf die „Trennkost“. Ich selbst bin bereits in den 60er Jahren durch Eltern und Verwandte damit konfrontiert worden. Längere Zeit habe ich sie auch erfolgreich eingehalten. Wenn man davon überzeugt ist, bereitet es keine zu großen Schwierigkeiten, Eiweiß- und Kohlehydrat-Nahrung zu „trennen“. Die Belohnung dafür ist meist ein weniger „schwerer“ Magen und mit der Zeit wohl auch eine gewisse Abnahme.

Der Wunsch von Frau Segerer, zu wissen, was z.B. so eine Avokado in unserem Körper „anrichtet“, ist sehr verständlich; ich würde ihn gern auf andere, möglichst alle Lebensmittel angewandt wissen. Was richten also die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, in unserem Körper an, die gesunden wie auch die ungesunden?

Ich selbst bin erst vor wenigen Tagen wieder auf das Problem „Acrylamid“ gestoßen, als ich im Unternet sehen wollte, ob die Nahrungsmittelindustrie auf den Alarm reagiert hat, der vor einigen Jahren in den Medien für Aufregung sorgte. Bekanntlich entsteht dieser höchstwahrscheinlich krebsauslösende Stoff beim Backen, Rösten usw. von mehlhaltigen Stoffen, also unseren Grundnahrungsmitteln. Ich selbst habe wohl die Quittung dafür bekommen, da ich Knäckebrot eines bestimmten Discounters jahrzehntelang in Unmengen aß. Ich glaubte bis zu diesem Zeitpunkt damit meinem Körper etwas Gutes anzutun.

Wenn „Naked food“ – man könnte auch sagen Naturnahrung, natürliches Essen, reines Essen – dazu beiträgt, dem selbst zubereiteten Essen wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken und den industriell hergestellten Nahrungsmitteln kritischer gegenüberzutreten, wäre schon viel gewonnen. Das sagt sich natürlich leicht, ist es doch auch mit Kosten verbunden. Aber es sollte uns zu denken geben, dass kein anderes europäisches Volk so wenig Geld fürs Essen in die Hand nimmt wie die Deutschen.

Somit gibt der schon aus dem 19. Jahrhundert stammende Satz doch zum Grübeln Anlass, der auch im Blog erwähnt wird:

„Der Mensch ist, was er isst“ (Feuerbach)

  Melanie wrote @

Habe vor einigen Wochen auch auf Trennkost umgestellt und kann dem Interview und den Kommentaren nur beipflichten. Es geht nicht darum, Wunder zu vollbringen, sondern es ist schon viel erreicht, wenn man sich dadurch bewußter mit seiner Ernährung auseinandersetzt. Gute Anregungen habe ich hier gefunden:
Trennkost

Grüße, Melanie

  gesund wrote @

bewusster essen hilft auf jeden Fall. Nur krasse Diäten sind irgendwie zu vermeiden.

  Ulla wrote @

Ich hab gehört, es gibt eine Sorte KArtoffel die wirklich helfen soll zum abnhmen…..ob das stimmt?

  gesund wrote @

Trennkost ist das beste was ich je gemacht habe, es stimmt, es ist kein Wundermittel aber es hat mir unhemlich viel geholfen!


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