Auf Deutsch gesagt, der Beschiss lauert überall. Ob es der Diätjoughurt ist, der zwar statt Zucker Süßstoff, dafür aber die gleiche Anzahl von Kalorien enthält, oder aber der gesunde Müsliriegel mit vielen Ballaststoffen, der alles andere als gesund ist, weil er voller Zucker steckt. Seit 2007 gibt es zwar in der EU eine neue einheitliche Regel, die genau vorschreibt, dass solche Verbrauchertäuschungen nicht mehr gestattet sind, aber die Nahrungsmittelindustrie hat sich werbestrategisch an die neue Situation angepasst.
Insgesamt, und das war doch das Ziel der Gesetztgeber, ist die Anzahl an ungesunden Lebensmittel auf dem Markt nicht geringer geworden und Mc Donald stöhnt auch nicht wegen hoher Umsatzeinbußen, im Gegenteil wird der Umsatz Jahr für Jahr gesteigert. Dass dies nicht auf zusätzlich verkaufte Salate zurückzuführen ist, versteht sich von selbst. Wie kann ein Gesetzgeber auch erreichen, dass sich die Menschen gesünder ernähren, wenn sie gegen Werbemilliarden ankämpfen. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, wenn sich nicht im Bewusstsein der Bevölkerung etwas verändert. Schon bei der Erziehung von Kindern muss man darauf achten, dass daraus nicht die nächste Generation von Fastfood-Konsumenten wird.
Kinder kann man natürlich nicht mit Nährwerttabellen und Inhaltsstoffen bombardieren, aber man kann ihnen den Spass an gesundem Essen vermitteln. Gemeinsames Kochen und eine gemeinsame Mahlzeit können hier schon viel bewirken und dem Nachwuchs eine Esskultur vermitteln. Einen Hamburger oder Cheeseburger kann man auch zuhause machen und dann wenigstens selber bestimmen, was drin ist.

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Viele angenehme Grüße
Jens Richter
Team myreform